Über 8.372 Menschen sind dem Genozid von Srebrenica zum Opfer gefallen.
Anlässlich einer Gedenkveranstaltung, die dem Erinnern und Mahnen gewidmet war, durfte ich die Generalkonsulin von Bosnien und Herzegowina treffen. Bei dieser sehr ergreifenden Veranstaltung sprach auch Dr. Hikmet Karčić, Genozidforscher und Autor der Ausstellung „Genozid in Srebrenica: Elf Lektionen für die Zukunft“.
Seit nun zehn Jahren arbeite ich im Bereich Extremismus und Extremismusforschung. Extremismus ist eine Einbahnstraße: Menschen, die sich auf dieser Straße befinden, entwickeln zerstörerische und oft auch suizidale Tendenzen.Der Traum von Extremist*innen, eine „vollkommene Welt“ zu erschaffen, in der nur eine Art von Mensch existieren darf, ist eine reine Fassade. Er dient lediglich dazu, andere Menschen in die eigene zerstörerische Denkstruktur hineinzuziehen.In der Tiefe dieser Ideologie herrscht kein Leben – sondern Spaltung, Angst, Hass und eine unstillbare Zerstörungswut. Das führt nicht nur zu Menschenfeindlichkeit: Am Ende werden auch die Umwelt und alles Leben auf dieser Welt zu Opfern dieser destruktiven Weltanschauung.