Rumi-Impuls e.V.

Auch in diesem Jahr folgten wir der Einladung des Polizeipräsidiums Frankfurt zum Interkulturellen Abend. Aufgrund einer Erkrankung des Polizeipräsidenten übernahm Polizeivizepräsident Koch die Vertretung – und tat dies mit großer Herzlichkeit. Er nahm sich Zeit für persönliche Gespräche und begrüßte die Gäste einzeln. Diese Wertschätzung war den ganzen Abend über spürbar.

Trotz der sommerlichen Hitze war die Veranstaltung geprägt von einer offenen und angenehmen Atmosphäre. Im Mittelpunkt standen der Austausch, die Vertiefung bestehender Netzwerke und das klare Signal des Vertrauens gegenüber den migrantischen Vereinen und Organisationen. Gerade in einer vielfältigen Stadt wie Frankfurt sind solche Begegnungen von besonderer Bedeutung. Das Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, den Dialog zwischen Polizei und Migrantenorganisationen zu stärken und gegenseitiges Vertrauen weiter auszubauen.

Besonders beeindruckt hat mich eine interne Ausstellung des Polizeipräsidiums. Auf Plakaten wurden Polizistinnen und Polizisten mit ihren persönlichen Lebensgeschichten, ihren familiären Wurzeln und den Herkunftsländern ihrer Eltern vorgestellt. Die Ausstellung machte sichtbar, was im Alltag oft verborgen bleibt: Hinter der Uniform stehen Menschen mit ganz unterschiedlichen Biografien, Erfahrungen und Identitäten.

Mich hat dieser Blick hinter die Uniform sehr bewegt. Die Uniform schafft Gleichheit und Professionalität – doch die Ausstellung zeigte die Vielfalt der Menschen, die sie tragen. Sie machte deutlich, dass Vielfalt längst Teil der Polizei ist und dass hinter jeder Uniform eine persönliche Geschichte steht.

Ich war gemeinsam mit meinem zehnjährigen Sohn und seinem Freund vor Ort. Besonders die Ausstellung fanden die beiden richtig „cool“ – ein schönes Zeichen dafür, dass die Geschichten hinter den Uniformen Menschen jeden Alters erreichen können.