Rumi-Impuls e.V.

Was die Muslimin Hanifa Haqani und den Juden Manfred Levy verbindet

Vorurteile abbauen, Verständnis fördern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken – dafür setzen sich die Religionswissenschaftlerin Hanifa Haqani und der Pädagoge Manfred Levy gemeinsam ein. Die beiden engagieren sich in Frankfurt für den Dialog zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religionen und zeigen, dass gegenseitiger Respekt stärker sein kann als gesellschaftliche Spannungen.

Kennengelernt haben sich Haqani und Levy nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023. Aus ihrer Zusammenarbeit entstand Anfang 2025 das Projekt „Makom“ – das hebräische Wort für „Raum“. Ziel ist es, Begegnungen zu schaffen, in denen Jugendliche offen miteinander sprechen, Vorurteile hinterfragen und unterschiedliche Perspektiven kennenlernen können.

In Workshops an Schulen begegnen die beiden immer wieder antisemitischen, rassistischen oder diskriminierenden Aussagen. Statt mit einfachen Antworten zu reagieren, setzen sie auf Aufklärung, Diskussion und persönliche Begegnung. Ihr Ansatz: Junge Menschen sollen lernen, Informationen kritisch zu hinterfragen und Propaganda sowie Vorurteile zu erkennen – unabhängig davon, aus welcher Richtung sie kommen.

Neben der Arbeit mit Schülerinnen und Schülern bieten Haqani und Levy auch Fortbildungen für Lehrkräfte an. Dabei geht es um konkrete Fragen des Schulalltags und darum, wie Schulen mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung umgehen können. Beide sehen darin einen wichtigen Beitrag zur Stärkung demokratischer Werte und einer respektvollen Schulkultur.

Die Geschichte von Hanifa Haqani und Manfred Levy ist Teil der Ausstellung „Zusammenhalt in der Krise“, die Beispiele gelungener jüdisch-muslimischer Zusammenarbeit zeigt. Sie macht deutlich, dass Dialog, Offenheit und gegenseitiges Vertrauen entscheidende Voraussetzungen für ein friedliches Miteinander sind.

Gemeinsam gegen Rassismus bedeutet, Menschen zusammenzubringen, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt unserer Gesellschaft als Stärke zu begreifen. Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (6. Juni 2026)

Den Zeitungsartikel der FAZ können Sie hier herunterladen: